Günter u. Gerda Frentin, Segel-Club Rohrwall e.V. Berlin
Seetörnbericht 2004 mit der Yacht „törn“
03. Juni - 30. August 2004

Berlin - Stettin - Bornholm - Christiansö - Kalmar - Borgholm - Vaxholm - Grisslehamn - Käringsundet - Mariehamn - Uusikaupunki - Rauma - Kristinestad - Vaasa - Byviken - Patholmsviken/Umeå uthamn - Ulvöhamn - Axmarbruk - Gävle - Öregrund - Herräng - Stockholm - Trosa - Arkösund - Kalmar - Karlskrona - Hanö - Ystad - Kopenhagen - Hiddensee - Stralsund - Lauterbach - Wolgast - Ueckermünde - Stettin - Berlin

Yacht „törn“
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Das Schiff

Bootstyp Raja (Eigenbau), Kielboot 6,99 Meter x 2,35 Meter, Tiefgang 1,20 Meter, Heckmotor Yamaha F9,9 AM, UKW-Sprechfunkanlage mit ATIS u. DSC, Selbststeueranlage Autohelm,
2 GPS-Empfänger, Echolot, Allwellenempfänger, D1-Handy, Diktiergerät, Wetterempfänger MeteoRekorderPlus mit Barograf und Zusatzmodul für KW- und Navtex-Empfang, Laptop (zum Speichern der Wetterberichte),Kompaß, Peilkompaß, Windmesser, Batteriewächter, Ladegerät, Fernglas, Fujinon-Stabilo-Fernglas, Barometer, Radarreflektor, 2 Anker, Ankorolinarolle mit 56 m Gurtband, Schlauchboot, Rettungsring, Rettungswesten, Lifebelts, pyrotechnische Signalmittel, Wallas-Petroleum-Heizung, Sprayhood mit Anschlussverdeck und 2 Bord-Faltfahrräder.
Großsegel 13 m2, Fock1 (Selbstwendefock) 7 m2, Fock2 8,9 m2, Genua 11,9 m2, Sturmgroß
segel 5,7 m2, Sturmfock 3,7 m2, Spinnacker 31 m2, Spinnacker 20 m2.

 
 


Die Crew

70jähriger Skipper mit Sporthochseeschifferschein, C-Schein und 67jährige Ehefrau mit Sportseeschifferschein, BK-Schein.

 

 
 


Planung und Vorbereitung

Aufgrund gewonnener Erkenntnisse der Seetörns 2002 und 2003 wollten wir nun in diesem Jahr unser Segeltraumziel „Höga Kusten“ an der Ostküste von Schweden endlich verwirklichen. Seekarten, Handbücher, eigene Erfahrungen und zusätzliche Informationen waren reichlich vorhanden. Ein neues Funkgerät (SX35 DSC) wurde eingebaut und dessen Handhabung trainiert. Die Schwimmwesten wurden überprüft. Der Windmesser erhielt einen neuen Generatorbaustein und wurde neu justiert. Die zulässige Ladung der Yacht wurde kontrolliert. Eine Gewichtsreserve war vorhanden. Für unseren Seetörn haben wir drei Monate eingeplant.

 

 
 


Reiseverlauf

1.-23. Fahrtag: (Polen-Dänemark-Schweden) Swinemünde–Nexö–Kalmar–Grisslehamn 

Am 03.06. legten wir pünktlich um 07.00 Uhr vom SC Rohrwall ab. In diesem Jahr starteten wir wieder mit der Yacht „Binka“. Die Yacht „Boreas“ legte einhand ein paar Tage früher ab. 
Alle hatten aber unterschiedliche Ziele. 
Die Fahrt durch Berlin, das Passieren der Schleusen und auch die Kontrolle an der polnischen Grenze waren problemlos. Der Mast wurde in der Marina Marco gestellt. Von dort aus übten wir gleich das Kreuzen bei nördlichen Winden in den Stärken 1–5 Bft bis nach Ziegenort. Am nächsten Tag wieder ein Kreuzkurs übers Haff bei NW 5 Bft mit gerefftem Gross und Selbstwendefock. Der Skipper bemerkte, dass das Topplicht nicht funktioniert. In der Marina Swinemünde wurde der Mast gelegt, um die defekte Glühlampe auszuwechseln. Für den nächsten Tag kündigte der Seewetterbericht W-SW 3-4 Bft an. Günstig für uns, um nach Bornholm zu kommen. Nach der polnischen Grenzkontrollabfertigung konnten wir sofort den Spi setzen. Nach 16 ½ Stunden und 67 sm erreichten wir bei SW 3–4 Bft Nexö. Eine angekündigte Gale-Warnung mit 7 Bft für dieses Revier trat später ein. Ein Hafentag diente zur Erholung. Wir segelten nach Christiansö und wollten dann am 10.06. zeitig lossegeln. Um 
05.00 Uhr wecken. Ein S 5-6 Bft mit starkem Seegang stand vor der Hafeneinfahrt. 
Muss nicht sein! Abwarten! Um 08.00 Uhr hatte der Wind auf W 4 Bft gedreht. Besser! Wir legten um 9.45 Uhr ab. Mit W und WSW 4-5 Bft benötigten wir nahezu 11 Stunden und 54 sm bis Sandhamn. Begrüßung durch Berliner Sportkameraden vom SCO mit den Yachten „Lucky Star“ und „Samira“. Skippers Wunsch, mit Spi durch den Kalmarsund ging am nächsten Tag in Erfüllung. Allerdings musste der große Spi gegen den kleinen und schließlich gegen F1 ersetzt werden. Wir erreichten Kalmar nach 40 sm und 8-1/2 Stunden Fahrt mit Regen und einer Gewitterfront, in der 6 Bft steckten. In Kalmar bot uns die Yacht „Sutje“ ihr Hafenticket für eine geringe Hafengebühr an. Sie benötigten es nicht, wegen vorzeitiger Abreise. Begründung: „törn“ ist das kleinste Boot im Hafen und es sei ohnehin viel Liegegeld. Nette Geste, dickes „Dankeschön“. Am 13.06. setzten wir kreuzend unsere Fahrt nach Borgholm fort. Ins Bordbuch wurden 22 sm und ca. 6 Stunden eingetragen. Am nächsten Tag ein Hafentag wegen WNW 
6-7 Bft. Skipper näht mühsam die aufgetrennten Nähte vom Sprayhood. Am Nachmittag Spaziergang im Schloss Solliden und Rundgang auf der Burg. Es ging weiter nach Byxelkrog. Wir erhielten einen Anruf vom Sohn Peter, der auf der Rückreise mit seiner Ketsch „Katarina“ war. Wir vereinbarten zum 17.06. ein Familientreffen in Byxelkrog. Für unsere nächste Distanz nach Solbergs Udde benötigten wir bei leichtem NE 2-3 Bft fast 10 Stunden. Am 17. Fahrtag brachte uns ein SE mit überwiegend 4-5 Bft nach Fyrudden. Wir wählten den Seeweg. Größere Yachten, die mit uns den Hafen verließen und das Schärenfahrwasser nutzten, kamen 30 min später an. Sie fragten anerkennend: „Wer ist hier eigentlich Hase und wer Igel?“. Unser nächstes Ziel hieß Öxelösund. Ein S, SW und SW-W 4 Bft brachte uns gut voran. Hinter Arkösund, drehte der Wind schnell auf SE 6 Bft, danach auf SSE 6-7 Bft, um dann sich auf 7-8 Bft zu steigern. Es wurde rechtzeitig gerefft. Es wurde eine rauschende „Achterbahnfahrt“. Das Steuern erforderte Konzentration. Im Hafen Öxelösund angekommen, war von allem nichts zu spüren. Der nächste Fahrtag mit 9 Stunden bis Nynäshamn war bei halbem Wind erholsam und problemlos. Danach wollten wir nach Dalarö. Herrliches Segeln mit dem kleinen und großen Spi auf dem Mysingen. Wir ließen Dalarö backbord liegen, segelten bis Saltjöbaden weiter und legten am Gästesteg beim renommierten KSSS an. Die Steuerfrau meinte, dass man sich etwas „Ordentliches“ anziehen müsse. So getan, aber nicht nötig! Der königliche Yachtclub und der Ort machten keinen positiven Eindruck. Die Hafengebühr von 190 SEK beeindruckte uns schon eher! Ein bisschen überzogen für ein WC und zwei Duschen, die den Gästen ziemlich reparatur- und renovierungsbedürftig zur Verfügung standen. Eben nicht schwedisch. Enttäuscht verließen wir den Hafen. Eine sonnige Segeltour nach Vaxholm entschädigt uns. Am 24.06. trieb uns südlicher Wind, überwiegend 4-5 Bft, durch den Furusund bis Gräddö. Die Distanz betrug 37 sm und wir benötigten 7-1/2 Stunden. Die Wassertemperatur betrug 11° C. Die Lufttemperatur von 13° C war auch nicht berauschend. Wir holten wärmende Spezialkleidung aus dem Seesack. Von Gräddö bis nach Grisslehamn segelten wir mit gerefftem Groß und machten bei S 3-6 Bft zeitweilig sechs Knoten Fahrt. Durch den Vaddö-Kanal ging es mit Motor. Im Gasthafen viele freie Gaststände und keine Anzeichen von Mittsommernachtsfesten. 

24. – 26. Fahrtag: (Åland-Inseln) Käringsundet-Mariehamn-Enklinge 

Die Überfahrt zu den Ålands begann mit Seegang und Kreuzschlägen. Ab Mittag wurde es ein Anlieger nach Käringsundet/Eckerö. Auch hier, sehr ungewöhnlich, noch viele freie Gastliegeplätze. Eigentlich wollten wir nördlich weiterzusegeln. Jedoch der Seewetterbericht kündigte Nordwind an. Deshalb entschlossen wir uns, für einen Spi-Kurs nach Mariehamn. 
Der Nordwind blieb aus. Der Traum von einem schönen Spinnakerkurs auch. Dafür null Wind, Schauer und fast drei Stunden Motorfahrt. Ein Trostpflaster blieb. Für 1-1/2 Stunden konnten die verbliebenen Seemeilen bei W 2-3 Bft bis zum Osthafen gesegelt werden. Am nächsten Tag hieß unser Ziel Enklinge. Nachdem wir den Lemström-Kanal passiert hatten, konnten wir mit Spi bei SW 3-4 Bft über den Lumparn segeln und so mit einer größeren Yacht „Kia Ora“ aus Arnis

mithalten. Kurz vor Enklinge hatten wir die Nase vorn und die sportliche Anerkennung der Crew.

27. – 36. Fahrtag: (Finnland) Uusikaupunki–Rauma–Kristinestad–Vaasa–Björkö 

Am 29.06. herrschten umlaufende Winde von E über S auf W, so dass wir bei 2-3 Bft die 
30 sm bis nach Uusikaupunki in gut 10 Stunden segeln konnten. Wie so oft, erforderte auch dieser Kurs Konzentration, weil das Kardinalsystem in Finnland z.T. ohne Toppzeichen und nur durch unterschiedliche Anordnung in den Farben schwarz weiß gekennzeichnet ist. Es weist somit entsprechende Gefahrenbereiche aus. Es ist trotzdem äußerst empfehlenswert, die Seekarten genau zu lesen. Eine Lupe ist ebenso hilfreich. Wir erreichten Uusikaupunki bei schönstem Sonnenschein. Als Ausgleich war der folgende Hafentag völlig verregnet. Schade und trotzdem gut, denn wir hatten N mit 6-7 Bft. Am 01.07. ging es weiter bis nach Rauma. Wir kennen den Ort vom Seetörn 2002. Wir legten wieder im „Petäjäksen Telakka“ an. Der Gasthafen mit Werft ist nicht sehr attraktiv, aber die Gastgeber sind sehr freundlich. Auf Rädern bummelten wir durch die Stadt und belohnten uns mit Kaffee und Kuchen im ältesten Cafe von Rauma. Abends Vorbereitung für den Tagestörn nach Repoosari. Dieser brachte viele Regenschauer und es war immer noch viel zu kalt. Segler waren kaum zu sehen. Hin und Wieder nur Motorboote. Wir legten in der vorbildlichen Marina „Merilokki“ an. Der 31. Fahrtag von Repoosari nach Kristinestad war wieder eine sportliche Herausforderung. Kälte, Nebel und Schauer über Schauer. Durchgeweicht und durchgefroren erreichten wir unser Ziel. Im Logbuch wurden 47,7 sm, W 3-4 Bft und knapp 10 Stunden Fahrt eingetragen. Im Gasthafen befanden sich nur zwei wesentlich größere Yachten. Eine Finnin kümmerten sich um uns und wies auf die warme Sauna im Gästehafen hin. Eine wohltuende Geste. Eigentlich wollten wir am nächsten Tag uns erholen und die Stadt ansehen. Es kam leider ganz anders. Unser Gastplatz, der am Vortag bei W-Wind Schutz bot, wurde innerhalb kurzer Zeit durch Winddrehung auf S mit 
7-8 Bft zum gefährlichen Legerwall. Er war nach S völlig offen. Verholen war nicht möglich, denn man konnte keine Fahrt aufnehmen. Die anderen beiden Yachten waren ebenso böse betroffen. Trotz aller eingesetzten Fender verbesserte sich die Situation nicht. Die Skipper mussten Rat finden. Der Schwede vom Nachbarboot machte sein Schlauchboot mit Motor klar. Skipper bot seine Hilfe an. Gemeinsam legten sie bei starkem Seegang Leinen nach Luv zu Vertäuungsbojen aus. Dadurch hatte sich die Situation verbessert. Die Boote kamen etwas vom Steg frei. Es wehte immer noch mit 5 Bft. Unser Boot konnten wir erst am Nachmittag in Lee der Steganlage verholen und es war nun möglich, mit dem Handwagen Benzin zu holen. Rasmus forderte unseren „Rentnerporsche“ mit einer Bö als Opfer. Ein echter Verlust! In Deutschland muss man nämlich erfinderisch sein. Vielfach ist das notwendige Benzintanken mit langen Wegen verbunden. Ohne Handwagen bekommt man „lange Arme“. Die skandinavischen Sportbootbesitzer kennen solche „Echtarmverlängerungen“ nicht, da fast jeder Sportboothafen neben Diesel auch über Benzin verfügt. Die Aufregung legte sich erst spät abends bei einem Stadtrundgang. Kristinestad hat uns ausnehmend gut gefallen. Am 33. Fahrtag ließ sich Rasmus auf dem Weg nach Storkorshamn wieder Besonderheiten einfallen. Null Wind bedeutete unschönes Motorfahren bis mittags. Danach hatten wir W 3 Bft, aber Regen ohne Ende mit schlechter Sicht. Wir benötigten für den Tagestörn 42 sm und erreichten den Fischerhafen in mehr als 11 Stunden. Wir waren die einzigen Gäste. Keine Hafengebühr. Unser Anschlussteil, mit dem man vom Sprayhood bis zum Heck das gesamte Boot überdachen kann, tat wieder gute Dienste. Nach dem Aufbauen war es darunter warm und trocken. „Plünnen“ konnten auch trocknen. Am 06.07. segelten wir bei W 4, SW 4-5 und S 5-6 Bft 38 sm nach Vaasa. Der Gästehafen Vasklot ist sehr attraktiv. Abends saßen wir im Segelclub bei einem ausgezeichneten Abendessen. Im Hafen klönten wir mit der Crew der Berliner Yacht „Bummler“. Wir waren neugierig auf die Stadt Vaasa. Abends hörten wir in der Kirche ein kostenloses Bach-Konzert. Am 08.07. verließen wir Vaasa mit dem Ziel Bjorköby. Enges Fahrwasser bei Svartholm, aber sehr idyllisch. 15° C Lufttemperatur sind uns immer noch zu kalt. Kinder baden vergnügt! Wir ziehen einen weiteren warmen Pullover über! Seit morgens schon nervtötender Regen, SW 4 Bft und starker Seegang. Der Regen ließ mittags nach, aber der Wind frischte auf WSW 5-6 Bft auf. 
Die Besegelung musste ständig geändert und immer mehr verkleinert werden. Der Kurs zum Fischerhafen Björköby war schwierig und sehr „schärig“. Wir wählten ein betonntes, aber schwer auszumachendes Nebenfahrwasser mit 1,5 m Tiefe. Es musste daher exakt navigiert werden. Mit Abweichungen hätte man sich sofort bestraft. Am 09.07. verlassen wir den piksauberen Fischerhafen und auch damit Finnland. 

37. – 72. Fahrtag: (Schweden) Byviken-Ulvöhamn-Lörudden-Krakön-Axmabruk-Gävle-Öregrund Härring-Norrtälje-Trosa-Stockholm-Hanö-Höllviken 

Wir nehmen Kurs auf den schwedischen Hafen Byviken auf Holmön. Die Fahrt testete die Nervenstärke der Skippersfrau. Zunächst null Wind und Motorfahrt. Am Vormittag setzte ein leichter W-Wind ein. Wir segeln mit Groß und Genua. Sehr schnell kam dicker Nebel mit einer Sichtweite von 50 m auf. Dickfällig hielt er nahezu vier Stunden an. Die Berufsschifffahrt machte mit einem markanten Nebelhorn auf sich aufmerksam. In solchen Fällen immer wieder die Frage, sehen „die“ uns?. Schlagartig hörte der Nebel in Landnähe auf. Erleichtert navigierten wir durch die Untiefen. Im Hafen Byviken empfing uns eine junge Schwedin namens Camilla. Sie informierte uns über Service, Sehenswertes, Wanderwege und abendliches Jazzkonzert im Krog. Ein Novum für uns ist der erreichte 64. Breitengrad (63° 48,27´ N; 20° 52,18´ E). Die Breite entspricht dem norwegischen Trondheim. Das Konzert kam uns gelegen, denn wir haben Bergfest. Wir feierten mit Camilla und Vater. Wir singen, trinken Bier für Nordländer und tauschen Informationen aus. Der Abend war urgemütlich. Wir vereinbarten, in Kontakt zu bleiben. Ein Hafentag hätte sich gelohnt, aber wir entschließen uns, weiterzusegeln. Am 10.07. günstiger Wind und mitlaufender Strom zur schwedischen Küste nach Holmsund/Patholmsviken. Es ist ein sehr schöner Gästehafen bei Umeå Hamn mit ausgezeichnetem Service. Der nächste Tagestörn nach Husum war bei südlichen Winden mit 2-4 Bft erholsam. Wir legten 38 sm in fast 11 Stunden zurück. Als einzige Gäste haben wir uns ins Gästebuch eingetragen und das gewünschte Hafengeld in einer Box hinterlegt. Nach Husum beginnen die „Höga Kusten“. Wenn auch immer der Name fällt, gibt es leuchtende Augen. Wir sind gespannt, dürfen aber vorher noch tüchtig kreuzen, bis wir den Hafen Ulvö Hamn erreicht haben. Ein traumhaft schöner Gästehafen. Wir sind begeistert. Das ist Bilderbuchkulisse! Der Abschied am nächsten Tag fiel schwer, aber wir hatten ja noch einen weiten Heimweg, der eventuell aufgekreuzt werden musste. Der Tagestörn nach Harnösand erforderte 10 Stunden für 36 sm. Ein sehenswerter Ort mit etwas komplizierten Brückenöffnungszeiten. Von dort ging es zuerst mit einem Anlieger, aber dann mit Kreuzkurs weiter. Starker Seegang Stärke 4 und S 5-6 Bft machte uns mittags ziemlich zu schaffen. Wir segelten mit Reff 1 im Groß und Selbstwendefock. Skipper kümmerte sich um Häfen, wo wir besser einlaufen könnten als in unserem Zielhafen Lörudden. Zum Glück drehte der Wind auf SW Stärke 4.Wir legten dann doch noch im Fischerhafen Lörudden abends an. Es gab nur zwei Gästeplätze. Ein schwedischer Bootsbesitzer, wies uns ein und lag vor uns. Kurioserweise die Hafengebühr 40 SEK und „gekaufter“ Strom im Restaurant 50 SEK. Der geschäftstüchtige Wirt ahnte, was wir dringend benötigen. Einen WC-Schlüssel erhielten wir nicht. Nur für Restaurantgäste! Glücklicherweise ist so etwas selten. Wir hatten Spaß mit einem netten deutschen Touristen aus Berlin Reinickendorf, der im schönsten Berliner Dialekt anzweifelte: „det gloobe ick ihnen nich, dass sie von Berlin bis hierher jesegelt sind“. „Ham wa aber!“, machten wir ihm selbstbewusst klar. Der nächste Hafen, Mellanfjärden, überraschte uns mit seiner Schönheit. Ein Hinweis führte uns in ein Cafe mit Gesang und Unterhaltung. Am 16.07. früh aufgestanden, um zeitig ablegen zu können. Unser Zielhafen hieß Krakön, ausgewählt wegen des Elektrizitätsanschlusses (gem. schwedisches Gästehafenhandbuch). Der Wind drehte bald von W über S auf ESE nach E, um über SE, SSE auf SW zu gehen. Alles mit Windstärken 2-3 Bft. Das war unerwartet günstig und wir konnten bereits am Nachmittag festmachen. E-Anschluß war ein Irrtum, aber es gab ein Plumpsklo und Frischwasser von einer Pumpe. Ein idyllischer Hafen, der unter Naturschutz steht. Im Ort eine alte Kapelle. Für den Zugang musste man einen riesigen Schlüssel zum großen Türschloss entdecken. Dann konnte man ein Schatzkästchen von Kirche bewundern. Hier hinterließen wir gerne unsere Hafengebühr, wiederum in einer Box und trugen uns mit einem Dank ins Gästebuch ein. Innliegend weitere SEK! Niemand würde wohl hier auf die Idee kommen, das Geld an sich zu nehmen. 
Der 45. Fahrtag nach Axmarbruk regte unseren Kreislauf etwas mehr an. Das Segeln bei anfangs nördlichen und später südlichen Windrichtungen bis maximal 4 Bft war kein Problem. Aber dafür die Einfahrt in den Hafen. Sie war kompliziert. Pricken führten zum Gästehafen. Tafeln dienten zwar zur Peilung, aber zur weiteren Ansteuerung konnte man zwei Backbordtonnen nicht rechtzeitig erkennen. Kurz vor dem Gästehafen mussten wir erkennen, dass wir uns auf der falschen Seite vom Riff befanden. Langsames Rückwärtsfahren und Zurückfahren verhinderte eine unangenehme Grundberührung. Eine später einsegelnde deutsche Yacht machte den gleichen Fehler. Wir konnten noch warnen. Ein schwedischer Bootsnachbar bestätigte, dass die Tonnenführung unfair sei. Er wies auf Informationsmaterial der schwedischen Kreuzerabteilung hin und empfahl Mitglied zu werden, damit man Zugang zu speziellen Informationen hat. Wir kauften uns die empfohlene „Hamnbeskrivningar“ der Svenska Kryssarklubben. Von Axmarbruk bis Huseliiharen/Gävle waren 10 Stunden und 35 sm erforderlich. Wegen südlicher Winde Stärke 3-5 Bft mussten wir alles mühsam aufkreuzen. Im äußerst engen Fahrwasser mit Gegenverkehr, unterstützte uns kurzzeitig der Motor. Huseliiharen ist ein Gästehafen mit sehr gutem Service. Wir kennen ihn vom Vorjahr. Mit den Rädern fuhren wir zum 10 km entfernten Gävle und erledigten Nützliches. Der 20.07. mit Kurs nach Öregund wird ein langer Segeltag. Nach 12 ½ Stunden legen wir um 20.30 Uhr an und tragen 46 sm ins Bordbuch ein. Wir wählten als nächstes Tagesziel Härring. Der Gästehafen war uns unbekannt. Bei SE 3-4 Bft machten wir mit Groß und Selbstwendefock (F1) unzählige Kreuzschläge. Von der allumfassenden Marina waren wir begeistert. Vertrauensvoll wurde uns über Nacht der Sanitär-Schlüssel überlassen. Wir hinterlegten ihn morgens mit einem Dank an den vereinbarten Platz. Am 50. Fahrtag segelten wir nach Norrtälje. Die Stadt kennen wir vom Vorjahr. Sie hat uns gefallen und wir machten am nächsten Vormittag einen Rundgang. Wir segelten kreuzend nach Gräddö. Ein einziger Segler kreuzte mit uns. Alle anderen fuhren mit Motor. Überraschung am 52. Fahrtag, an dem wir eigentlich bis nach Waxholm wollten. Null Wind! Nach fünf Stunden Motorfahrt hatten wir keine Lust mehr weiter zu fahren. Wir suchten uns die Marina Dyvik als Gasthafen aus. Die deutsche Yacht „Navicular“ gesellte sich aus demselben Grunde zu uns. Dafür entschädigte uns ein Bilderbuch-Segelsonntag nach Stockholm. Unzählige Segler und Motorboote auf dem Wasser. Wellenerzeugende Ausflugsboote erschwerten unser Kreuzen zusätzlich. Stockholm präsentierte sich am nächsten Tag mit viel Regen und ohne Wind. Auch am folgenden Tag kein Wind. Nicht schon wieder Motorfahrt! Also gönnten wir uns einen weiteren Hafentag. Vom Gasthafen Navishamn bis zur Schleuse Södertälje kamen wir mit nördlichen Wind gut voran. Vor der Schleuse bat ein schwedischer Segler um Schlepphilfe. Sein Motor, Baujahr 1937, war defekt. Skipper sagte zu. Das nächste Tagesziel hieß Trosa. Ein angekündigter Starkwind blieb aus und wir kamen mit nördlichen Winden unter Spi und später mit Groß und F2 gut voran. Auch selten, im Gästehafen konnte man sich einen freien Platz aussuchen. Am folgenden Tag segelten wir bald mit der Sturmfock. Sie kann sehr gut als Selbstwendefock gefahren werden. Der Wechsel von F2 hat sich wegen des N, NW und W bei 4-6 Bft gelohnt. Am 59. Fahrtag war wieder kein Wind. Wir legten darum in Arkösund an. Abends verholten wir uns aber zum Segelclub. Wir benötigten Elektrizität. Am 60. Fahrtag hatte Rasmus für den Weg nach Fyrudden nur wenig Wind übrig. Unser großer Spi war sehr fleißig. Wir konnten größere Yachten, die nur mit Fock segelten, überholen. Das machte vermutlich einige Skipper nervös. Sie fuhren dann mit Motor und überholten uns wieder. Später schlief der Wind gänzlich ein und wir motorten auch. Am nächsten Morgen wieder einmal viel Regen. Wir wollten aber weiter nach Västervik. Meinungsverschiedenheit zwischen Skipper und Besatzung. Er setzte sich durch und wir wählten den Seeweg. Es kam der kleine Spi zum Einsatz, der uns gut bis Västervik voran brachte. Wir legten im Segelclub Solbergs Udde an. Am nächsten Tag blieben wir im Hafen. Wieder ungemütlicher Regen. Schade, bei Sonnenschein ist Västervik noch sehenswerter. Skipper kaufte rote Rosen für sein Crewmitglied zum Hochzeitstag. Der nächste Hafen hieß Figeholm. Mücken waren wieder extrem ungastlich. Netter dagegen war ein Klön mit der Berliner Yacht „Cassiopeia“. Der 64. Fahrtag begann mit Regen und mäßiger Sicht. Der Wind war nördlich und wir konnten zunächst mit Groß und Genua gute Fahrt machen. Mittags quälte der Skipper den Spi bei null Wind erfolglos. Also dann Sandvik und mit Hilfe des Motors. Aber der Wind setzte mit SE 2-4 Bft ein, so dass wir doch noch unseren Zielhafen Borgholm segelnd am Nachmittag erreichten. Der 66. und 67. Fahrtag erfüllte Skippers Wunsch, mit Spi durch den Kalmarsund. So erreichten wir Kalmar und Sandham mit jeweils zwei schönen Tagestörns. Anschließend vertrautes Fahrwasser bis nach Karlskrona. Die Besatzung war sich einig, in diesem Jahr an der Südküste von Schweden entlang zusegeln. Wir wählten Hanö als Zielhafen. Günstige nördliche Winde bedeutete Spinnakerkurs. Selbst als der Wind auf E und SE drehte, holte Skipper Vieles aus seiner seemännischen Trickkiste hervor. „törn“ ließ sich nicht von einer größeren Yacht abhängen. Dafür Anerkennung im Hafen von Hanö. Der dänische Skipper empfing ihn am Molenkopf mit „das hast du gut gemacht“. Wir grüßten dankend zurück. Abends erhielten wir eine Einladung von der Leipziger Yacht „Bua Hati“. Am 11.08. war es dann bei S und SE 3- 4 Bft ein absoluter Spi-Kurs bis nach Simrishamn. Auch der nächste Fahrtag nach Ystad war für den Spi geeignet. Ein Bootsnachbar im Hafen erklärte uns, dass ihn unser roter Spi irritierte. Man betrachtete uns als Ansteuerungstonne. Na, ja! Mit mäßiger, z.T. schlechter Sicht, Regen und Gewitter ging es mit dem kleinen grünen (!) Spi zum Falsterbokanal. Die Brückenöffnung klappte ausgezeichnet. Wir entschlossen uns in Höllviken zu bleiben, weil es im Sund nur noch mit ca.2 Bft wehte. 

73. – 85. Fahrtag: (Dänemark-Deutschland-Polen) Dragör-Hiddensee–Lauterbach-Lassan-Ueckermünde-Ziegenort 

Bei NE 6 Bft hatten wir Hoffnung auf eine schnelle Überfahrt nach Dragör. Sie starb mit Winddrehung auf NNW 3 Bft. Wir entdeckten einen schmalen Gastplatz mit geringem Tiefgang und wurden von den Päckchenliegern beneidet. Mittags fuhren wir mit dem Bus nach Kopenhagen und ließen uns vom abendlichen Tivoli beeindrucken. Erstaunlich, jedes Jahr neue Attraktionen. Für den folgenden Tag wurde W 5-6 Bft angekündigt. Die Entscheidung fiel uns leicht. Noch einmal Kopenhagen. Diesmal bummelten wir durch Christianshavn. Am nächsten Tag überraschte uns starker Seegang und SW 4 Bft. Mit der Genua war zuviel Segelfläche vorhanden. Skipper „probierte“ aus, was günstig für die Weiterfahrt wäre. Außerdem war jede Menge Überzeugungsarbeit bei der Steuerfrau notwendig. Mit Groß, F1, Seegang 5, schlechter Sicht, Schauer und SW 4-5 Bft war es alles andere als eine schöne Segeltour nach Rödvig. Am 76. Fahrtag wollten wir Klintholm erreichen. Skipper entnahm dem Wetterfax den mittelfristigen Seewetterbericht. Er kündigte für die nächsten 3-4 Tage zwar SW- und W-Winde, aber Starkwinde z.T. bis zu 7 Bft an. Es wurde also Richtung Heimat weitergesegelt. Der Seegang nahm auch bald ab. Wir hatten Glück, und konnten bei W-SW-, SSW- und schließlich S-Winden und 5 –1 Bft segeln und somit gegen 21.00 Uhr am Dornbusch ankern. Die Entscheidung lohnte sich. Es war eine sehr schöne Segeltour. Morgens, am 18.08., entdeckten wir die Yacht „Boreas“ aus unserem Segelclub, die ebenfalls ankerte. Die Wiedersehensfreude war riesig und es wurde ausgiebig berichtet. Wir segelten nach Vitte Langer Ort weiter. Beim Landgang wurden wir überfallmäßig vom Personal der Kurverwaltung aufgefordert, 1,50 Euro pro Person und Tag Kurtaxe zu zahlen. Nach unschönen Diskussionen bezahlten wir unwillig. Nach so unfreundlichem Empfang, hatten wir aber wieder zwei sehr schöne Tage auf Hiddensee. Am 20.08. segelten wir nach Stralsund. Kurz vor der Hafeneinfahrt blieb uns eine Gewitterfront mit heftigen Regenschauern nicht erspart. Die Sicht betrugt 50 m. Am 21.08. besichtigten wir die Gorch Fock I und machten einen Rundgang durch die Meeresmuseen. Um 17.20 Uhr nutzten wir den Brückenzug und legten beim SC Strelasund an. Herzlicher Empfang und ausgiebiger Klön mit den „alten Segelhasen“ aus aktiven Regatta- und Schiedsrichterzeiten. Für den Tagestörn nach Lauterbach wurde bereits im Hafen ein Reff ins Groß gebunden. Rasmus hatte zunächst W 5-6 Bft und später NW 5-7 Bft bereit. Er trieb uns z.T. mit Rumpfgeschwindigkeit voran. Die F1 und F0 kam nicht zum Einsatz. Die Zweimanncrew der Berliner Yacht „Kris-Tina“ lud uns zum Abend ein. Am 82. Fahrtag dümpelten wir bei Windstärke 2-1 Bft über den Bodden und drohten Rasmus mit dem Motor. Nach 30 Minuten hatten wir ihn überzeugt. Wir segelten mit 
E, 2-3 Bft und legten erstmalig in Karlshagen an. Der Gasthafen verfügt über einen sehr guten Service mit einem sehr freundlichen Hafenmeister. Wir verließen vormittags Karlshagen, um mittags den Brückenzug in Wolgast zu erreichen. Danach waren Kreuzschläge erforderlich. Für die Nacht wurde SW-W in Stärken 6-8 Bft angekündigt. Wir wählten den dafür geschützten Hafen Lassan. Nachdem wir die Brücke Zecherin passiert hatten, verlief die Fahrt nach Ueckermünde ziemlich stürmisch bei SW 5 und in Böen 6-7 Bft. Groß mit Reff 1 und F1 waren erforderlich. Mit Seglern vom SC Strelasund war es fast eine Regatta. Wir mussten uns aber geschlagen geben. Abends wurde auf unserem Boot mit ihnen alte Regattaerlebnisse aufgefrischt. Am nächsten Tag hatten wir S mit WSW und SW, 3-4 Bft ausgezeichneten Segelwind. Wir passierten problemlos die polnische Grenzkontrolle auf dem Haff. In Ziegenort wurde der Skipper nach Waffen befragt. Er gab die Signalpistole kal. 4 an. Das führte zu Problemen. Man wollte die dazugehörige Munition und Waffenbesitzkarte sehen, die dem Vorgesetzten gezeigt werden musste. Dieser hielt Telefonate mit Warschau für unumgänglich. Endlich wurde alles mit einem Schriftstück zur Abgabe am Ausreise-Grenzkontrollpunkt ausgehändigt. Am 27.08. segelten wir noch bis zur Kanaleinfahrt von Stettin. Besorgte deutsche Segler fragten, ob wir kein Benzin hätten. In der Marina Goslaw legten wir mit eigenen Bordmitteln den Mast. Am 28.08. erwartete uns eine gemeinsame deutsch-polnische Grenzabfertigung. Wir übernachteten in der Marina Oderberg. Der nächste Tag brachte wieder viel Regen. Abends legten wir beim Berliner VSS an. Gastfreundlich wurde uns ein freier Liegeplatz zugewiesen. Der letzte Fahrtag war routinegemäß, aber mit z.T. heftigen Regenschauern verbunden. Wohlbehalten legten wir in unserem Segelclub an. Niemand war auf der Rohrwallinsel. 

 
 


Zusammenfassung

Unseren langjährigen Segeltraum die „Höga Kusten“ zu erreichen, haben wir uns erfüllt. Das diesjährige Konzept, mit unserem kleinen Boot das Ziel über Vaasa/Finnland und Umeå/Schweden im z.T. mitlaufenden Strom zu erreichen, ist aufgegangen. Dabei erreichten wir fast den 64. Breitengrad im Seegebiet Kvarken mit (63° 48,27´ N; 20° 52,18´ E). Seemännisches Können und viele sportliche Situationen mussten gemeistert werden. Zusätzliche Herausforderungen waren die anfängliche Kälte und der Regen. Erfolgreich erreichte Tagesziele motivierten uns immer wieder zur Weiterreise. Langjährige gemeinsame Erfahrungen zahlten sich aus. Wiederum konnte Sportliches mit Kulturellem sinnvoll verknüpft werden. Gastfreundschaft, Fairness und Anerkennungen anderer bedeuteten Höhepunkte für uns.
Der Seetörn konnte ohne ernsthafte Komplikationen für Crew und Boot beendet werden.
Es war ein erfolgreicher Seetörn 2004.

Spruch der Segelsaison 2004: UKW–Gespräch zwischen zwei Seglern, gehört am 18.08. vor Hiddensee: „Wir nehmen jetzt die Segel runter, es geht nämlich voll gegenan“. 

Tabelle: ausführliche Auswertung Fahrtensegeln als pdf-Dokument

Statistik:

Tage sm %

Gesamttage

89      

Hafentage

15      

Motortage Berlin-Stettin-Berlin

5 222,9  

Gesamtfahrtage auf See ab Stettin

69 1923  100
 davon Segelanteil/sm    1712   90
 davon Motoranteil/sm    211   10
 Gesamtdifferenz    2146     

Gesamtdistanz lt. Log

      2145   


 

Der Berliner Seglerverband und die Kreuzerabteilung des Deutschen Seglerverbandes zeichnete im “Fahrtenwettbewerb See“ die Reise mit je einer Goldmedaille aus.

 

 
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